10. Februar 2010 00:00 Alter: 211 Tage

Abschiedsgeschenke

Kategorie: Lokales

 

„Es geht jetzt um Erinnerungen, um deine Erinnerungen an einen Menschen, den du magst und von dem du dich vielleicht einmal verabschieden musstest. Geh einmal in Gedanken durch dein Zimmer, denk an alle Gegenstände, die du in deinem Zimmer hast und finde einen Gegenstand, den du vielleicht zum Abschied von jemandem geschenkt bekommen hast oder einen Gegenstand, der dich an eine Person erinnert, die nicht immer bei dir ist. Und wenn du einen Gegenstand weißt, dann nimm dir ein Stück Knete und forme diesen Gegenstand, so gut du kannst. Er muss nicht perfekt werden, du kannst nachher auch noch von dem Gegenstand erzählen und ihn beschreiben” So oder so ähnlich beginne ich immer eine Arbeitseinheit mit meinen Konfirmanden zum Thema Abendmahl. Und den Konfirmanden fällt immer etwas ein. Sie kneten und formen und dann erzählen sie von den Gegenständen und den Personen, an die sie die Gegenstände erinnern: Ein Kette von der verstorbenen Oma, ein Kuscheltier von einer Freundin, die weggezogen ist.

„Es geht jetzt um Erinnerungen, um deine Erinnerungen an einen Menschen, den du magst und von dem du dich vielleicht einmal verabschieden musstest. Geh einmal in Gedanken durch dein Zimmer, denk an alle Gegenstände, die du in deinem Zimmer hast und finde einen Gegenstand, den du vielleicht zum Abschied von jemandem geschenkt bekommen hast oder einen Gegenstand, der dich an eine Person erinnert, die nicht immer bei dir ist. Und wenn du einen Gegenstand weißt, dann nimm dir ein Stück Knete und forme diesen Gegenstand, so gut du kannst. Er muss nicht perfekt werden, du kannst nachher auch noch von dem Gegenstand erzählen und ihn beschreiben” So oder so ähnlich beginne ich immer eine Arbeitseinheit mit meinen Konfirmanden zum Thema Abendmahl. Und den Konfirmanden fällt immer etwas ein. Sie kneten und formen und dann erzählen sie von den Gegenständen und den Personen, an die sie die Gegenstände erinnern: Ein Kette von der verstorbenen Oma, ein Kuscheltier von einer Freundin, die weggezogen ist.

Manchmal gibt es Tränen, denn die Erinnerung an Menschen, die wir lieben und die nicht bei uns sind, tut weh. Einige mögen auch nichts erzählen und hören nur zu. Und während wir die Geschichten von den Abschiedsgeschenken und Erinnerungen hören, werden die Personen, an die die Gegenstände erinnern, ganz präsent, als wären sie bei uns.

Und genauso so ist es auch mit dem Abendmahl: Jesus hat gehofft, die Jünger würden ihn wiedererkennen nach seinem Tod und ihn in ihren Herzen spüren, wenn sie gemeinsam Mahl feiern. Er hat ihnen ein Abschiedsgeschenk übergeben mit den Gegenständen, die sie immer verwenden, mit Nahrungsmitteln sogar, und hat damit gesagt: „Wenn ihr das esst, dann habt ihr mich bei euch - so nah wie Essen und Trinken.” Und für die Freunde war es nach Jesu Tod - so erzählt die Bibel - immer wieder so, dass sie Jesus bei sich hatten, indem sie taten, was sie immer in seiner Gegenwart taten: Brot und Kelch teilen. Und obwohl wir nicht selbst bei Jesus dabei waren, sind auch wir heute in seine Geschichte hineingenommen, wenn wir Abendmahl feiern.



Pastorin Julia Atze,

Kirchengemeinde Stellingen


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